Amalgamausleitung

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Amalgambelastung und Schwermetallausleitung

Dr.Jeanette Strametz-Juranek und Dr.Eva Krampf-Farsky

Amalgam ist seit 1819 aufgrund seiner einfachen Handhabung, langen Haltbarkeit und seiner niedrigen Kosten der gebräuchlichste zahnärztliche Füllstoff. Amalgam ist eine Legierung die etwa aus 50% Quecksilber, 35 % Silber und 15 % Zinn, Kupfer und Zink besteht. Für gesundheitliche Risken beim Menschen sind vor allem das darin enthaltene Quecksilber und Zinn ausschlaggebend.

Quecksilber aus Zahnfüllungen kann durch Abrieb beim Kauen über den Magen-Darm-Trakt oder die Lunge in den Organismus gelangen. Außerdem werden beim Herstellen oder Herausbohren von Amalgamfüllungen Quecksilberdämpfe frei.

Die chronische Quecksilberbelastung zeigt eher unspezifische Symptome, wie z.B. metallischer Geschmack im Mund, Parodontitis, chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen, Allergien, Infektanfälligkeit, Hautveränderungen, Verdauungsstörungen und andere.

Erwähnenswert ist auch, dass nicht die Anzahl der Amalgamfüllungen mit der individuellen Belastung korreliert. Auch Kinder ohne Amalgamfüllungen können Schwermetallbelastung haben, weil Quecksilber von der Mutter über die Plazenta aufgenommen wird.

Aus diesen Gründen empfehlen immer mehr Zahnärzte auf den Einsatz von Amalgam zu verzichten. Leider übernehmen die Krankenkassen die Kosten gleichwertig haltbarer, amalgamfreier Füllungen nicht.

Beim Verdacht einer Schwermetallbelastung sollte eine gründliche Untersuchung durch einen spezialisierten Internisten erfolgen, weil die genannten Symptome auch eine Ursache in einer schwerwiegenden Erkrankung haben könnten. Auch sollte eine Vollblutanalyse durchgeführt werden, um einen Mangel an Spurenelementen und Vitaminen ausgleichen zu können.

Schwermetalle müssen ausgeleitet werden. Da Quecksilber in den Organen Leber, Niere, Schilddrüse, Haut und Gehirn gespeichert wird, reicht es nicht aus, Amalgam einfach herausbohren zu lassen. Die Ausleitungsmittel können chemischer, homöopathischer oder orthomolekularer Natur sein. Auf jeden Fall wird die Therapie individuell auf die zugrundeliegende Störung angepasst.

Patienten können sich an praktische Ärzte, Internisten oder Zahnärzte wenden, die sich auf die Frage der Ausleitung spezialisiert haben oder als Team zusammen arbeiten.

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