Kronen in der Zahnheilkunde

Geringe Substanzverluste, zum Beispiel kleine kariöse Defekte können mit einer Füllung ausgebessert werden. Bei umfangreichen Substanzverlusten, zum Beispiel, wenn ein Höcker oder eine ganze Seitenwand fehlen, werden Teil-oder Vollkronen empfohlen.

Prinzipiell muß dabei zwischen vitalen und devitalen, bereits wurzelbahndelten Zähnen unterschieden werden.

Beim lebenden Zahn wird bei einer ersten Sitzung in Lokalanästhesie jegliche Karies entfernt und falls nötig, der Zahn mit einem speziellen Aufbaumaterial gestützt. Dann erfolgt der Beschliff zu einer leicht konischen Form, wobei der Präparationsrand etwas unter das Zahnfleisch gelegt wird, damit auch der spätere Kronenrand unsichtbar ist. Anschließend wird ein Abdruck des Zahnes genommen und vom Techniker als Arbeitsmodell für die spätere Krone verwendet. Einige Tage danach erfolgt eine „Käppchen- oder Gerüstprobe", bei der der Randschluss der Krone überprüft und die Zahnfarbe bestimmt wird. Man sollte diese Farbauswahl bei Tageslicht vornehmen, um eine wirklich harmonisch und natürlich wirkende Krone, die sich fast unsichtbar in die übrigen Zähne einfügt, zu erzielen.

Paßt alles, so kann der Techniker die Keramik auf die Krone aufbrennen, die dann vom Zahnarzt mit einem Spezialzement eingesetzt wird.


Beim devitalen, also bereits wurzelbehandelten Zahn, wird für den Kronenaufbau ein gegossener Wurzelstift empfohlen, da ein devitaler Zahn spröde wird und leichter brechen kann. Dafür ist eine zusätzliche Sitzung erforderlich. Auf den Stift wird dann die Krone aufgesetzt.

Insgesamt sind für die Herstellung einer Krone also 2 bis 4 Termine beim Zahnarzt einzuplanen. In der Zwischenzeit schützt ein Provisorium den Zahn.

Abschließend kann gesagt werden, daß eine sorgfältige Vorsanierung, ein exakter Randschluß, die zarte Gestaltung unter dem Zahnfleisch und die Verwendung biokompatibler, hochwertiger Materialien die Qualität und Haltbarkeit einer Krone bestimmen.

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