Kunststoff - Inlays (laborgefertigte Füllungen III)

Zur Vervollständigung der Restaurationsmöglichkeiten im Seitenzahnbereich mit Inlays beschreibe ich die Composite - und Polyglas - Inlays ( Kunststoff - Inlays ). Durch häufig auftretende allergische Reaktionen auf Metalle bzw. Legierungsbestandteile und den Wunsch nach zahnfarbigen Restaurationen wurden Inlays unter Verwendung von Composite - Werkstoffen, die durch Polymerisation aushärten, entwickelt. Der erste Weg wurde bereits vor vielen Jahren mit der Einführung der Dentinbondings (Zahn- "Kleber",  Bonding ) beschritten. Dabei wird das Dentin (= Zahninnensubstanz unter dem Schmelz) mit dem Füllungscomposit dauerhaft chemisch verbunden.

So muss durch die Kombination beider Technologien für eine zahnfarbene metallfreie Restauration nur noch sehr wenig Zahnhartsubstanz geopfert werden.

Polyglas - Inlays bestehen zu einem hohen Anteil aus anorganischer Füllsubstanz. Für Polyglas - Inlays sprechen sehr gute Verträglichkeit und Biokompatibilität, gute Ästhetik und gute Qualität zu einem kostengünstigen Preis. Ausserdem zeichnen sich diese Inlays durch ein gleiches Abrasionsverhalten wie der natürliche Zahnschmelz aus.

Kurze Beschreibung der Herstellung:
1) Zahnsubstanzschonende Präparation der Zähne in Lokalanästhesie

2) Abdruck und Herstellung des Gipsmodelles

3) Inlayherstellung, Härtung im Labor - Lichtgerät

4) Ausarbeitung und Hochglanzpolitur

5) Einsetzen durch den Zahnarzt


Abschliessend zur Information über Inlays möchte ich betonen, dass die Entscheidung auf die individuelle Situation ankommt. Bei sehr grossen Defekten sind eher Gold - Inlays oder Keramik - Inlays angebracht, bei kleineren Defekten empfehle ich die kostengünstigeren Polyglas- oder Kunststoffinlays.

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