Mundhygieneempfehlung:
2mal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpaste etwa eine halbe Stunde nach den Mahlzeiten Zähne putzen. Abends keine weiteren Knabbereien, keinen Alkohol und keine zuckerhältigen Säfte nach dem Zähneputzen. Eine qualitativ hochwertige elektrische Zahnbürste verbessert das Reinigungsergebnis.
1 mal täglich (am besten abends) Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide.
Diverse Mundhygieneartikel, wie etwa Zahnseide, Interdentalbürsten und elektrische Zahnbürsten erhalten Sie an unserer Rezeption oder in Ihrer Apotheke.
2 mal jährlich eine Mundhygienesitzung beim Zahnarzt.
Prophylaxe:
Ist die vom Zahnarzt und seinem Team unterstützte Vermeidung oder Früherkennung von Zahnfleischerkrankungen und Karies. Prophylaxe hat viel mit "Profi", aber nichts mit "lax sein" zu tun. Zur Prophylaxe gehören aber auch gute, an den Zahnfleischrändern nicht überstehende und glatte Zahnfüllungen, Kronen oder Brücken und kieferorthopädische Maßnahmen, weil die optimale Position der Zähne auch ihre optimale Lebensdauer sicherstellt
Was passiert bei einer Mundhygienesitzung:
Schleif- und Poliervorgang mit dem Ziel Zahnbelag, Zahnstein und Verfärbungen zu entfernen, vor allem auch in jenen Bereichen, die beim normalen Putzen schlecht erreicht werden können. Abschließende Fluoridierung mit Spezialgel: dadurch werden die Zähne für einige Monate säure- und kariesresistenter. Diese Vorsorgearbeit wird von einer dafür ausgebildeten Dentalhygienikerin durchgeführt.
Empfohlene Frequenz im Normalfall: halbjährlich
Mundhygieneempfehlungen für zu Hause sowie detaillierte Anleitungen für das richtige Putzen und verwenden von geeigneten Bürstchen und Zahnseide. Auf Wunsch können neue Putztechniken und deren Ergebnis mittels Färbetabletten überprüft werden.
Zahnversiegelungen mit speziellen fluoridfreisetzenden Lacken, bei Kindern vor allem bei den ersten Backenzähnen aber auch bei Erwachsenen. Z.B. können empfindliche Zahnhälse versiegelt werden.
In besonderen Fällen wird empfohlen das individuelle Karies- und Parodontitisrisikos mittels Speicheltest für Kinder und Erwachsene zu ermitteln.
Was ist Zahnbelag?
Zahnbelag ist eine weiche, farblose Bakterienschicht ,die sich auf den Zähnen immer wieder neu bildet.
Diese Bakterienschicht reagiert mit Zucker und anderen Kohlehydraten aus unserer Nahrung. Es entstehen dabei Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Dadurch können Karies und Zahnfleischentzündungen ausgelöst werden.
Zahnfleischentzündung (Gingivitis) erkennt man an geschwollenem und leicht blutendem Zahnfleisch. Erfolgt in diesem Stadium keine Behandlung, kann es zu einem Zurückweichen des Zahnfleisches mit folgendem Abbau von Knochensubstanz kommen. Dies führt schließlich dazu, dass die festigenden Strukturen geschwächt und die Zähne locker werden.
Was ist Zahnstein?
Mineralsalze aus der Speichelflüssigkeit verbinden sich mit dem Zahnbelag an der Zahnoberfläche und erhärten zu einem rauhen,unansehnlichen Belag, der Zahnstein genannt wird. Durch die rauhe Oberfläche kann sich leicht noch mehr Zahnstein anlagern. Eine gründliche Entfernung der Zahnbeläge wird dadurch immer schwieriger. Einmal gebildeter Zahnstein selbst kann nur im Zuge einer ordnungsgemäßen Zahnprophylaxe entfernt werden.
Blutendes Zahnfleisch:
Blutendes Zahnfleisch ist meist der erste, für den Patienten wahrnehmbare Hinweis, dass das Zahnfleisch und der Zahnhalteapparat (Parodont), also das Gewebe, das den Zahn im Kieferknochen verankert, krank ist.
Eindeutige Warnzeichen für Zahnfleischerkrankungen sind: Zahnfleischbluten, intensiv dunkelrotes Zahnfleisch, Zahnfleischschwellungen, übermäßiger Zahnstein oder Zahnbelag, Mundgeruch, Zahnfleischschwund, Lockerung von Zähnen
Wie bei vielen Zahnproblemen sind auch bei Zahnfleischerkrankungen vor allem die Zahnbeläge (Plaque) schuld. In diesen Belägen findet man zahlreiche Bakterien. Im Normalfall kommt das Immunsystem mit der erhöhten Belastung gut zurecht und hält die Anzahl möglicher Krankheitserreger auf einem ungefährlichen Niveau. Wenn allerdings die Menge der Beläge oder der Einfluss anderer Risikofaktoren (z.B. Stress, Rauchen) zu groß wird, ist der Mechanismus überfordert und das gesunde System im Mund kommt aus dem Gleichgewicht. Der Bereich schwillt an, die Gefäßwände werden durchlässiger und schon bei normalem Druck, z.B. Zähneputzen, platzen sie: es blutet. Wird hier nicht sofort mit gründlicher Mundhygiene sowohl zu Hause und von der Dentalhygienikerin begonnen, kommt es zu einer fortschreitenden Entzündung von der Gingivitis zur Parodontitis, die zu Knochenschwund bis zum Zahnverlust führen kann.
Außerdem haben zahlreiche Studien gezeigt, dass manche Bakterien in den Belägen durch offene Blutgefäße im Entzündungsbereich giftige Stoffe in den Organismus abgeben, die z.B. zu Herzentzündung, Schlaganfall oder Frühgeburt führen können.
Falls es blutet, sollte man auf keinen Fall das Putzen einstellen. Das Zahnfleisch wird so nicht geschont. Im Gegenteil noch mehr Energie für gründlicheres Putzen und professionelle Mundhygienesitzungen gefragt. Wir beraten sie gerne über Sanierungs- und Vorbeugemöglichkeiten !
|